Einfacheres Wägen und Kalibrieren dank Robotertechnik - METTLER TOLEDO

Einfacheres Wägen und Kalibrieren dank Robotertechnik

Nahtlose Integration
Das Schweizer Unternehmen Asyril SA hat eine besonders kompakte Roboterzelle entwickelt. Beim Wägen großer Probenmengen oder dem Kalibrieren von Pipetten bietet diese Zelle im Vergleich zu manuellen Prozessen mit geringer Wertschöpfung erhebliche Vorteile. Dank der geringen Zellenabmessungen wird Platz eingespart, der dann für zusätzliche Produktpaletten oder Messgeräte zur Verfügung steht.
Asyril SA ist ein Schweizer Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Mechatronikgeräten im Miniaturformat für Automatisierungsanwendungen spezialisiert hat. Das Unternehmen entwickelt Produkte für die Uhrenindustrie, die Montage von Miniaturprodukten, die Hochgeschwindigkeitspalettierung, die Aufbautechnologie, flexible Zuführsysteme sowie die Medizin- und Biomedizinindustrie. Die Unternehmensgründer haben sich in puncto Entwicklung und Steuerung von Miniaturrobotersystemen wie beispielsweise dem PocketDelta einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Der PocketDelta gewann im Jahr 2007 den Swiss Technology Award sowie den prestigeträchtigen Hermes Award der Hannover Messe.

Von einem Forschungslabor im Bereich Biotechnologie wurde das Unternehmen mit der Entwicklung einer automatischen Wägevorrichtung für Phiolen beauftragt. Diese neue Vorrichtung sollte einen manuellen Arbeitsprozess ersetzen, in dessen Rahmen zur Kalibrierung von Pipettiersystemen zahlreiche Proben gemessen werden mussten.

Asyril baute daraufhin eine kompakte Tischzelle mit einer Abmessung von 700 x 700 x 700 mm mit einem einzelnen Delta-Roboter. Diese sehr kompakte Roboterzelle enthält mehrere Paletten mit 96 Aufnahmen für Phiolen. So können ohne Intervention des Bedieners mehrere Lose geprüft werden. Für das Einsetzen und Herausnehmen von Paletten aus der Robotterzelle verfügt diese über einen Einschubmechanismus. So wird die Palettenhandhabung einfacher und sicherer gestaltet. Da der Roboter auf der Gehäuseoberseite montiert ist, wird zudem die Reinigung der Arbeitsfläche erleichtert. Die Arbeitszyklen können in einer unkomplizierten und intuitiven Programmiersprache über eine benutzerfreundliche Schnittstelle programmiert werden. Wenn geringe Gewichtstoleranzen eingehalten werden müssen, kann der Roboter zudem in eine automatische Sortiermaschine umfunktioniert werden.

Die verfügbare Stellfläche für die Wägevorrichtung war sehr begrenzt. Daher entschied sich Asyril für das besonders kompakte WMC-Wägemodul mit einer Stellfläche von nur 25 x 50 mm. So wird innerhalb der Roboterzelle wertvoller Platz eingespart, der für weitere Messgeräte oder Paletten zur Verfügung steht. Das WMC-Modul hat eine Kapazität von 20 g. So kann bei Bedarf eine zusätzliche Vorlast für eine Haltevorrichtung montiert werden.

Der Endkunde und Asyril waren gleichermaßen überrascht von der ungewöhnlich geringen Größe und der hohen Leistungsfähigkeit des WMC-Wägemoduls. Damit konnte der Innenraum der Roboterzelle optimiert und Platz für weitere Komponenten geschaffen werden.
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